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Europäisch-russische Zusammenarbeit im Flugzeugbau - Aeroflot will 22 Airbus A350

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Europäisch-russische Zusammenarbeit im Flugzeugbau - Aeroflot will 22 Airbus A350

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Europa und Russland rücken im Flugzeugbau enger zusammen. Der Luftfahrtkonzern EADS und die russische Flubzeugbau-Holding OAK vereinbarten eine Kooperation beim Bau des Airbus A350 und bei Frachtmaschinen. Parallel dazu gab Airbus eine Vorvereinbarung mit der russischen Fluggesellschaft Aeroflot zum Kauf von 22 A350 bekannt. Damit lägen nun 248 Bestellungen für das Langstreckenflugzeug vor, das als Konkurrenz zum Dreamliner 787 von Boeing aus der Taufe gehoben wurde. Allerdings wird der Airbus A350 erst 2013 in Dienst gestellt, fünf Jahre später als der Dreamliner.

Um den Dreamliner – aber nicht nur um ihn – geht es derzeit auch vor einer Schiedskommission der Welthandelsorganisation WTO in Genf. Dort warf die EU den USA eine massive Subventionierung Boeings vor. In den Jahren seit 1990 seien fast 24 Milliarden Dollar an Beihilfen gewährt worden, heißt es in einer Stellungnahme.

Die US-Regierung habe den größten Teil des Geldes in Form von Zuschüssen für Forschung und Entwicklung sowie Steuerentlastungen bereit gestellt. Airbus-Chef Louis Gallois hatte zuletzt im Dezember diese Praxis öffentlich kritisiert. Dabei machte er die Boeing 787 als Kern des Streits vor der WTO aus.

Unterdessen warfen die USA Deutschland, Frankreich, Grobritannien und Spanien vor, ihrerseits Airbus mit Milliardensummen begünstigt zu haben. Mit diesen Geldern seien die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte finanziert worden, hieß es in einer Stellungnahme Washingtons. Ohne diese Zuschüsse hätte Airbus kein Großflugzeug bauen können.