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Hunderte fliehen vor Kämpfen aus Mogadischu

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Hunderte fliehen vor Kämpfen aus Mogadischu

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Angesichts der anhaltend schweren Gefechte in der somalischen Hauptstadt Mogadischu haben Hunderte Bewohner die Flucht ergriffen. Ganze Familien verließen mit ihrer Habe die Stadt. Die Kämpfe flammten wieder auf, als Panzer der mit der Regierung verbündeten Äthiopier das Feuer auf Aufständische eröffneten. Die Äthiopier wollten ein Lager somalischer Regierungssoldaten gegen Angreifer verteidigen.

Somalias Vize-Verteidigungsminister Salad Ali Jelle versprach, die Regierung werde schon bald den Kampf gegen die Terroristen gewinnen. Er bezog sich dabei auf die Milizen der Islamischen Gerichte. Der Minister sagte weiter, Al Kaida habe inzwischen einen Miliz-Kommandeur zu ihrem Chef in Somalia erklärt. Er leite einen immer stärker werdenden Aufstand.

Die somalische Übergangsregierung hatte erst im Dezember mit Hilfe der Äthiopier die Aufständischen aus der Hauptstadt vertrieben. Doch das Land am Horn von Afrika ist von einer Befriedung noch immer weit entfernt. Die jüngsten Kämpfe sind die schwersten seit der Rückeroberung Mogadischus. Seit Anfang des Jahres sind bereits rund 40.000 Menschen aus der Stadt geflohen.