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Italien: Nach Gefangenenaustausch wächst Kritik an Romano Prodi

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Italien: Nach Gefangenenaustausch wächst Kritik an Romano Prodi

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Keine Atempause für den italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi. Nach Zugeständnissen an die Taliban zur Freilassung des Journalisten Daniele Mastrogiacomo ist die Opposition verärgert. Eine heikle Situation für Prodi, dessen Regierung vor kurzem beinahe gescheitert wäre. Wohl passierten einige Gesetze zur Stärkung des Wettbewerbs am Donnerstag klaglos das Abgeordnetenhaus – nächste Woche aber steht ein Votum zur Finanzierung des Afghanistan-Einsatzes auf der Tagesordnung des Senats, wo Prodis Koalition nur eine hauchdünne Mehrheit hat.

Die Tatsache, dass für Mastrogiacomos Freilassung fünf Taliban-Kämpfer auf freien Fuß gesetzt wurden, ist für die Opposition nun ein gefundenes Fressen. Ex-Regierungschef Berlusconi sagte, durch diese Vorgangsweise habe sich Italien den Aliierten gegenüber als unzuverlässig erwiesen.