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London versucht, nordirischen Parteienstreit mit Geld zu lösen

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London versucht, nordirischen Parteienstreit mit Geld zu lösen

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Großbritannien will die zerstrittenen Parteien in Nordirland mit Milliardenförderungen zur Bildung einer gemeinsamen Regierung bewegen. Der 80-jährige Vorsitzende der pro-irischen Protestantenpartei DUP, Ian Paisley, und Sinn-Fein-Chef Gerry Adams kamen am Donnerstag zu einem Treffen mit dem britischen Schatzkanzler Gordon Brown nach London. Brown stellte dabei Nordirland Gesamtzahlungen in Höhe von 53 Milliarden Euro in Aussicht, eingebettet in ein Vier-Jahres-Programm. “Ich hoffe, dass wir die finanziellen Fragen lösen können”, so Brown, “denn das ist die Basis für die Wiederaufnahme der Arbeit.” Das Geld aus London soll vor allem in Infrastrukturprojekte fließen und zur Schaffung von Arbeitsplätzen genutzt werden.

Aus den Wahlen Anfang März war die DUP als Siegerin hervorgegangen, gefolgt von Sinn Fein. Noch bis Montag haben die Parteien Zeit, eine überkonfessionelle Regierung zu bilden. Falls dies mißlingt soll der Plan rückgängig gemacht und das Parlament wieder aufgelöst werden. Nordirland würde dann weiterhin von London aus verwaltet.