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Enels Vorstoß bei Endesa vorerst gestoppt - E.ON darf bei Übernahme nachlegen

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Enels Vorstoß bei Endesa vorerst gestoppt - E.ON darf bei Übernahme nachlegen

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Der angekündigte Vorstoß des italienischen Stromkonzerns Enel beim spanischen Versorger Endesa ist vorerst gestoppt worden. Die Madrider Börsenaufsicht untersagte Enel, gemeinsam mit dem spanischen Endesa-Aktionär Acciona innerhalb des nächsten halben Jahres ein Übernahmeangebot für Endesa zu lancieren. Dies sei erst ab September möglich.

Enel und Acciona hatten zuvor überraschend eine gemeinsame Kaufofferte für Endesa in Aussicht gestellt, falls es dem deutschen Energieriesen E.ON nicht gelingt, mindestens 50 Prozent Endesas zu übernehmen. Dies scheint nach dem Stand der Dinge unwahrscheinlich zu werden. Wegen des politischen Drucks schwimmen E.ON inzwischen die Fälle davon.

Der Vorwurf der Einflussnahme wies die spanische Regierungssprecherin Teresa Fernandez de la Vega erneut zurück. Die Regierung habe nicht interveniert und werde dies auch in Zukunft nicht tun.

Unterdessen erhielt E.ON von der Madrider Börsenaufsicht die Erlaubnis, seine Offerte für Endesa zu verbessern. Der Düsseldorfer Konzern müsse dies bis zum kommenden Montag beantragen. In diesem Fall werde die eigentlich am Donnerstag endende Annahmefrist bis zum 3. April verlängert.

E.ON bietet den Aktionären insgesamt 41 Milliarden Euro für Endesa, das entspricht 38 Euro 75 pro Aktie. Spanischen und italienischen Zeitungen zufolge wollen Enel und Acciona mindestens 40 Euro je Anteilsschein bieten.