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Scharfe britische Kritik an Iran

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Scharfe britische Kritik an Iran

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In solchen Booten sind britische Soldaten vor der irakischen Küste unterwegs, wenn sie zum Beispiel fremde Schiffe kontrollieren wollen: So wie am Freitag, als zwei dieser Boote aber auf einmal von iranischen Booten umringt wurden. Die fünfzehn Briten wurden gefangengenommen; Iran wirft ihnen vor, sie seien in seine Gewässer eingedrungen.

Der britische Botschafter im Iran bemüht sich, mit ihnen Verbindung aufzunehmen; bisher ohne Erfolg. Es ist nicht einmal bekannt, wo sie sind. Für Großbritannien steht fest: die Boote waren rechtmäßig in irakischen Gewässern, nicht in iranischen. Regierungschef Tony Blair hofft, dass dies schnell geklärt werden könne. Der Iran solle aber nicht daran zweifeln, wie ernst Großbritannien die Sache nehme. Ungerechtfertigt sei das gewesen und falsch.

Der Vorfall passierte im Grenzfluss Schatt el-Arab, der in den Persischen Golf mündet. Der genaue Grenzverlauf ist dort allerdings schon seit Jahrzehnten umstritten. Die beiden Boote gehörten zum Kriegsschiff Cornwall. Die britische Marine soll im Auftrag der UNO zum Beispiel Waffenschmuggel verhindern und für die Sicherheit irakischer Ölanlagen sorgen.

Einen ähnlichen Vorfall gab es vor drei Jahren schon einmal, als iranische Truppen ebenfalls im Schatt el-Arab acht britische Soldaten gefangen nahmen. Damals waren die Iraner allerdings im Recht; die Briten kamen aber nach drei Tagen wieder frei.