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Unsicherheit in Nordirland-Ultimatum

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Unsicherheit in Nordirland-Ultimatum

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Kurz vor Ablauf des Nordirland-Ultimatums herrscht Unsicherheit über die Zukunft der britischen Provinz. Bis Montag abend müssen sich Protestanten und Katholiken zu einer gemeinsamen Regierung zusammenraufen. Sonst wäre mit der nordirischen Selbstverwaltung schon wieder Schluss, bevor sie richtig begonnen hätte: Nordirland würde dann weiterhin – wie schon seit Jahren – von London aus regiert. Protestantenführer Ian Paisley und seine pro-britische Partei DUP wollen jetzt aber doch noch einmal sechs Wochen Aufschub.

Für den irischen Regierungschef Bertie Ahern eine herbe Enttäuschung: Ohne Einigung bis Montag auch keine Selbstverwaltung, sagt er. Er verstehe die Probleme der DUP, aber dann breche alles zusammen. Das wolle er nicht: Er wolle Gespräche und Fortschritte.

Die britische Regierung ist da optimistischer: Sie sagt, zum ersten Mal habe sich die DUP auf eine Frist festgelegt; ein historischer Schritt. Offenbar würde sie auch das als Einigung gelten lassen. Jedenfalls hat sie angeordnet, dass sich Nordirland ab Mitternacht wieder selbst regieren darf – jetzt ist nur die Frage, für wie lange.