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Frankreichs Innenminister wegen Präsidentschaftskandidatur zurückgetreten

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Frankreichs Innenminister wegen Präsidentschaftskandidatur zurückgetreten

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Der französische Innenminister Nicolas Sarkozy ist wie erwartet von seinem Amt zurückgetreten. Der Chef der Regierungspartei UMP will sich nun ganz seiner Kandidatur um das Amt des Staatschefs widmen. Im Innenministerium Place Beauvau verabschiedete sich Sarkozy von seinen Mitarbeitern.

Heute morgen habe er viel Wehmut gespürt, sagte Sarkozy, aber er selbst wolle ja nicht weit weg gehen, nur auf die andere Straßenseite. Dort steht der Amtssitz des Staatspräsidenten, der Elysee-Palast. Ministerpräsident Dominik de Villepin stellte unterdessen Sarkozys Nachfolger vor: Es ist der bisherige Überseeminister Francois Baroin.

Zum Glück werde es nun Baroin sein, bei dem nachts das Telefon klingele, wenn es um die innere Sicherheit gehe, bemerkte Sarkozy. Dafür werde er Baroin noch mehr mögen als bisher. Laut Meinungsumfragen hat Sarkozy gute Chancen, im kommenden Mai Nachfolger von Jacques Chirac zu werden, doch die sozialistische Kandidatin hat aufgeholt: In der jüngsten Umfrage stehen beide gleichauf.