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Kampf um Endesa wird immer spannender

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Kampf um Endesa wird immer spannender

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Der Übernahmekampf um den spanischen Stromversorger Endesa wird für die Beteiligten immer kostspieliger. Der italienische Energiekonzern Enel und sein spanischer Verbündeter Acciona, beides Endesa-Aktionäre, erklärten, zu einem höheren Angebot als die E.ON-Offerte bereit zu sein. Der deutsche Branchenriese E.ON bietet inzwischen 42,3 Milliarden Euro.

Enel und Acciona dürfen allerdings erst ab September ein Angebot vorlegen, worauf Analysten hinwiesen. Dann allerdings könnte der Preis nicht mehr dem Marktwert entsprechen. Daher sei diese Ankündigung mit Risiken verbunden.

Acciona und Enel halten zusammen knapp 46 Prozent und wollen mit allen Mitteln verhindern, dass E.ON mit seinem Angebot bei den übrigen Endesa-Gesellschaftern zum Zuge kommt. E.ON hatte zuvor sein Angebot zum dritten Mal erhöht. Dessen Annahmefrist läuft bis zum 3. April.

Zugleich geht E.ON juristisch gegen Enel und Acciona vor. Der Konzern beantragte bei der spanischen Börsenaufsicht die Eröffnung eines Verfahrens gegen beide Unternehmen wegen Irreführung des Marktes, Verstößen gegen das Übernahmegesetz und Insider-Handel. Der E.ON-Vorstand fordert, dass Acciona und Enel ihre Endesa- Aktien wieder veräußern müssen und weitere Aktien-Käufe untersagt werden. Ein ähnliche Klage reichte E.ON auch in New York ein.

Unterdessen erhielt E.ON Unterstützung von Endesa selbst. Der Aufsichtsrat der Spanier empfahl seinen Aktionären einstimmig, die E.ON-Offerte anzunehmen.