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Porsche schirmt VW vor feindlichen Übernahmen ab

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Porsche schirmt VW vor feindlichen Übernahmen ab

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Der deutsche Sportwagenbauer Porsche baut seinen Einfluss bei Volkswagen weiter aus. Der VW-Hauptaktionär erhöhte seinen Anteil an dem Wolfsburger Konzern auf mehr als 30 Prozent und bereitet nun ein gesetzlich vorgeschriebenes Übernahmeangebot vor.

Dabei handelt es sich um eine reine Pflichtofferte.
Denn Porsche, über VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech auch familiär verbunden, strebt derzeit nicht die Mehrheit bei Volkswagen an. So liegt der angebotene Preis 14 Prozent unter dem VW-Schlusskurs vom Freitag.

Porsche übte eine Option zum Erwerb von 3,6 Prozent an VW aus und schraubte seinen Anteil auf 30,9 Prozent. Gemeinsam mit dem Land Niedersachsen kontrolliert Porsche nun die Mehrheit und schirmt Volkswagen damit vor einer möglichen feindlichen Übernahme durch ausländische Investmentfirmen ab.

Bislang verhinderte das 47 Jahre alte VW-Gesetz den Einfluss Dritter beim Konzern, doch diese Regelung dürfte demnächst von der EU-Justiz gekippt werden.

Mit dem Erreichen der 30-Prozent-Schwelle ist Porsche gesetzlich verpflichtet, allen anderen Aktionären ein Angebot zur vollständigen Übernahme zu machen. Damit garantiert die Familie Piech, die Porsche kontrolliert, dass der von Ferdinand Porsche mitgegründete Volkswagen-Konzern ihr historisches Erbe bleibt.