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London fordert von Teheran Freilassung britischer Marineangehöriger

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London hat erneut die sofortige Freilassung der im Iran festgehaltenen britischen Marineangehörigen verlangt. Zu den fünfzehn Gefangenen gehört als einzige Frau die 26-jährige Faye Turney. Sie war mit weiteren sechs Marine-soldaten und acht Seeleuten am Freitag bei einer Patrouillen-fahrt im iranisch-irakischen Grenzgebiet in die Gewalt der Iraner geraten. Premierminister Tony Blair erklärte, er hoffe, es werde gelingen, Teheran klar zu machen, dass die Gefangenen freizulassen seien. Sollten die diplomatischen Bemühungen keinen Erfolg haben, würde eine “andere Phase” beginnen, sagte Blair, ohne Einzelheiten zu nennen; gegenwärtig gehe jedoch darum, der diplomatischen Initiative zum Erfolg zu verhelfen.

Nach Angaben des iranischen Außen-ministeriums sind die fünfzehn Briten bei guter Gesundheit. Teheran stellte in Aussicht, dass britische Diplomaten die Gefangenen besuchen dürfen. Der Sprecher des Außenministeriums, Mohamed Ali Hosseini, warf den Briten vor, auf dem Schatt-el-Arab die iranische Seite des Flusses befahren zu haben. Die Grenze im Flussbett ist zwischen dem Iran und dem Irak umstritten. Die Briten waren mit ihrem Patrouillenboot auf dem Fluss unterwegs. Nach britischer Darstellung wurden sie auf irakischem Territorium ergriffen, von Mitgliedern der iranischen Revolutionsgarden.