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Tödliches Unglück in palästinensischem Dorf

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Tödliches Unglück in palästinensischem Dorf

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Ein ganzes palästinensisches Dorf ist von Abwasser überschwemmt worden. Mindestens vier Menschen starben in der Flutwelle aus Jauche und Schlamm, darunter zwei Kleinkinder. Weitere werden noch vermisst. Ein Erdwall rund um eine Klärgrube hatte nachgegeben. Die Flut zerstörte mindestens 25 Hütten und Zelte und beschädigte viele weitere. Das Dorf Umm-al-Nasr im Gazastreifen mit seinen dreitausend Einwohnern wurde größtenteils evakuiert.

Die mitregierende Hamas-Bewegung machte die westlichen Sanktionen für das Unglück mitverantwortlich. Mehrere Abwasserprojekte, die vorher aus dem Ausland unterstützt wurden, seien dann eingestellt worden. Palästinensische Behörden beschuldigten außerdem Israel, in dem Grenzgebiet keine Ausbesserungsarbeiten erlaubt zu haben.

Aufgebrachte Dorfbewohner vertrieben Reporter und attackierten auch Regierungsvertreter, wie den neuen palästinensischen Innenminister. Dabei fielen Schüsse; auch seine Leibwächter feuerten Warnschüsse in die Luft. In einem Polizeiauto wurde der Minister in Sicherheit gebracht.