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Gipfel der Arabischen Liga: Saudischer König kritisiert Irak-Politik der USA

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Gipfel der Arabischen Liga: Saudischer König kritisiert Irak-Politik der USA

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Mit scharfen Worten hat der König von Saudi-Arabien, Abdullah bin Abdel Aziz al Saud, beim Gipfel der Arabischen Liga in Riad die US-Politik im Irak verurteilt. Dort werde Blut zwischen Brüdern vergossen, sagte Abdullah am Mittwoch, im Schatten einer illegalen ausländischen Besatzung. Liga-Generalsekretär Amre Mussa bezeichnete die Region als so instabil wie nie zuvor.

Tatsächlich müssen sich die Vertreter der 22 arabischen Staaten diesmal mit einer Reihe von Krisen beschäftigen – vor allem mit dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die Wiederbelebung eines Friedensplans der Liga aus dem Jahr 2002, den er als “Säule für den Friedensprozess” bezeichnete. Der Plan stellt Israel die Anerkennung durch die arabischen Staaten in Aussicht, wenn Jerusalem die 1967 besetzten Gebiete aufgibt. Die Delegierten in Riad verabschiedeten eine Resolution, in der an die israelische Regierung appelliert wird, den Friedensplan zu akzeptieren.

Auch die Krise im Libanon steht auf der Tagesordnung des zweitägigen Treffens. Aus dem Zedernstaat reisten gleich zwei Delegationen an – eine mit dem pro-syrischen Präsidenten Lahoud, die andere mit dem anti-syrischen Regierungschef Siniora. Eingeladen wurde auch der iranische Außenminister Manucher Mottaki – denn viele arabische Staaten fürchten einen US-Angriff auf iranische Nuklearanlagen. Dies könne verhindert werden, sagte Pakistans Präsident Pervez Musharraf, und zwar “gemeinsam und mit effektiver Diplomatie”.