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Schwerer Krawall im Pariser Nordbahnhof

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Schwerer Krawall im Pariser Nordbahnhof

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Nach dem Krawall-Abend im Pariser Nordbahnhof hat der konservative Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy den Einsatz der Polizei gelobt. Die Randalierer hatten Parolen gegen Sarkozy gerufen, der als Innenminister eine harte Linie in Fragen der inneren Sicherheit vertreten hatte.

Auslöser der stundenlangen Konfrontation war die Festnahme eines angeblich gewalttätigen Mannes ohne Fahrschein am späten Dienstagnachmittag. Nach Angaben des neuen Innenministers Francois Baroin war der Schwarzfahrer der Polizei bereits bekannt.

Auf dem Höhepunkt der Ausschreitungen zogen etwa einhundert Randalierer durch den Bahnhof. In der Einkaufspassage im Untergeschoss schlugen sie Scheiben ein. Die Polizei beendete die Krawalle mit einem Tänengas-Einsatz. Nicolas Sarkozy erklärte, man habe in Frankreich jahrelang alles geduldet. Seine Werte ließen es nicht zu, sich auf die Seite der Betrüger und Brandstifter zu stellen. Im Jahr 2005 hatte er als Innenminister mit Äußerungen gegen randalierende Jugendliche in den Vorstädten von Paris für eine Woge der Gewalt im ganzen Land gesorgt.