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Ende des Gipfels der arabischen Liga

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Ende des Gipfels der arabischen Liga

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Zum Abschluß des Gipfels der arabischen Liga hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Israel aufgefordert, das Friedensangebot der arabischen Staaten endlich anzunehmen. Die vor fünf Jahren erstmals unterbreitete Offerte sieht einen Rückzug Israels aus den 1967 besetzten Gebieten vor und ein Rückkehrrecht für die vertriebenen Palästinenser. Der saudi-arabische König Abdullah sagt, im Gegenzug würden die Staaten der arabischen Liga das Existenzrecht Israels endgültig anerkennen.

Gleichzeitig wartete er mit Selbstkritik auf: Die arabischen Staaten seien selbst Schuld an den vielen Krisen, die die Region erschüttern. Zum Beispiel der Darfur: Der sudanesische Präsident Omar al Baschir teilte auf dem Gipfel internationalen Forderungen nach einer UN-Truppe in der Provinz Darfur erneut eine deutliche Absage.

Auch für die Konflikte in Nahost oder im Libanon wurden keine Lösungen gefunden. Dennoch ist eines klar: Mit dem Gipfel hat König Abdullah deutlich gemacht, dass er künftig eine wichtige Rolle auf der diplomatischen Bühne in Nahost spielen will.