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Weiter Blutvergießen im Irak mit Dutzenden Toten und Verletzten

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Weiter Blutvergießen im Irak mit Dutzenden Toten und Verletzten

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Die Gewalt im Irak hat sich am Donnerstag mit unverminderter Heftigkeit fortgesetzt. In Mahmudiya, rund 30 Kilometer südlich von Bagdad, starben mindestens 10 Menschen bei einem Autobombenanschlag vor einer Moschee. Rund 20 weitere wurden verletzt. Zudem wurden zwei Zivilisten beim Einschlag einer Granate im Stadtzentrum getötet.

Die blutigsten Anschläge aber trafen die vorwiegend von Schiiten bewohnte Stadt Khalis nördlich von Bagdad, wo vier Bomben explodierten und mindestens 40 Menschen in den Tod rissen. 80 weitere wurden teilweise schwer verletzt. Eine Bombe detonierte vor einer Bank, eine andere vor einer Moschee, die beiden übrigen vor einem Polizeiposten und einem Gerichtsgebäude. Laut Augenzeugen handelte es sich bei wenigstens einem Anschlag um ein Selbstmordattentat. In Bagdad selbst wurden mindestens sechs Menschen bei Bombenanschlägen getötet, zahlreiche weitere erlitten Verletzungen. In Mossul im Nordirak erschossen US-Soldaten einen Iraker und drei seiner Söhne als sie ein Haus stürmten. Das US-Militärkommando erklärte, die Hausbewohner hätten bei der Razzia bewaffneten Widerstand geleistet.

Im Bagdader Stadtteil al-Ghazaliya versammelten sich Dutzende Demonstranten. Sie forderten die Freilassung von 50 jungen Männern, die die irakischen Sicherheitskräfte am Mittwoch festgenommen hatten. Auf Transparenten war zu lesen: “Wir verlangen die Entlassung der unschuldig Inhaftierten.” Von seiten der US-Streitkräfte und der irakischen Polizei gab es dazu vorerst keine Stellungnahme.