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Ende des Streiks im Marseiller Hafen nicht in Sicht

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Ende des Streiks im Marseiller Hafen nicht in Sicht

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Beim Streik der Arbeiter im Ölhafen von Marseille ist auch in der dritten Woche kein Ende in Sicht. Inzwischen warten mehr als 60 Schiffe vor der Küste auf Abfertigung. Marathonverhandlungen zwischen dem Versorger GDF und der kommunistischen Gewerkschaft CGT brachten kein Ergebnis.

Der Warenverkehr ist von der Aktion bislang nicht betroffen. Die CGT schliesst eine Ausweitung aber nicht aus. Ein Sprecher von GDF hielt am Standpunkt des Unternehmens fest. Demnach sollen am neuen Flüssiggas-Terminal aus Sicherheitsgründen nur speziell ausgebildete Mitarbeiter eingesetzt werden.

Genau dies wollen die Hafenarbeiter verhindern. Der Hafen von Marseille, der drittgrösste der Welt für Erdölprodukte, ist für seine Streikanfälligkeit und für die Unnachgiebigkeit der CGT bekannt. Die Gewerkschaft macht sich die strategisch wichtige Rolle Marseilles zu Nutze, von hier aus wird auch ein großer Teil der Exporte in die USA abgewickelt.

Vordergründig wollen die Hafenarbeiter das Recht erzwingen, im neuen 350-Millionen-Euro-Terminal die Schiffe beim Be- und Entladen an- und abzukoppeln. Allerdings geht es den im öffentlichen Dienst stehenden Hafenarbeitern und der CGT ums Prinzip. Sie befürchten eine schleichende Privatisierung von Aktivitäten im Marseiller Hafen und die Einführung von Wettbewerb.