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Jugendlicher nach Trinkgelage gestorben

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Jugendlicher nach Trinkgelage gestorben

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Aus dem Komasaufen ist ein Todessaufen geworden: Der Berliner Jugendliche, der vor vier Wochen nach einem Trinkgelage bewusstlos wurde, ist gestorben. Um die fünfzig Tequilas soll der Sechzehnjährige getrunken haben. Das Ergebnis: mehr als vier Promille Blutalkohol und ein Koma, aus dem er bis zu seinem Tod nicht mehr aufwachte.

Wo er sich so betrunken hat, weiß bis heute keiner. In den Blick geraten jetzt aber die so genannten Flatrate-Partys: ein paar Euro Eintritt zahlen, dann saufen, soviel man will.

Schärfere Gesetze soll es aber nicht geben, sagt Sabine Bätzing, die Bundesdrogenbeauftragte: “Dieser tragische Fall zeigt jetzt noch mal, wie wichtig es ist, die bestehenden Gesetze, die wir haben, das Jugendschutzgesetz, tatsächlich auch einzuhalten. Das heißt, der Jugendliche war sechzehn Jahre: Er hätte überhaupt gar keinen Schnaps verkauft bekommen dürfen und auch gar keinen Schnaps verzehren dürfen.”

Dabei ist Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen kein deutsches Phänomen: Spitzenreiter innerhalb Europas sind Dänemark, England und Finnland. Eine besondere Erscheinungsform findet sich in Spanien: Botellón, die große Flasche, bei der sich Jugendliche in Massen auf öffentlichen Plätzen zum Trinken versammeln. Inzwischen gibt es auch Macrobotellones, zu denen Zehntausende kommen.