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Weltsicherheitsrat reagiert verhalten auf Festnahme britischer Soldaten im Iran

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Weltsicherheitsrat reagiert verhalten auf Festnahme britischer Soldaten im Iran

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Im Streit um die 15 im Iran festgehaltenen britischen Marinesoldaten hat Großbritannien keine scharfe Reaktion des Sicherheitsrats erreicht. Das höchste UN-Gremium äußerte lediglich “große Besorgnis” über die Krise, verzichtete aber auf eine Verurteilung des Irans. Auch die Freilassung der Soldaten wurde nur vorsichtig und indirekt gefordert.

Der britische UN-Botschafter Emyr Jones Parry zeigte sich dennoch zufrieden, dass es zu einer gemeinsamen Linie gekommen ist. Es sei eine lange Diskussion gewesen, man habe über viele Punkte gesprochen. Schließlich habe es ein Ergebnis gegeben, mit dem alle einverstanden seien. Er hoffe, dass dies nun die richtige Botschaft an die iranische Regierung sei, um zu erreichen, dass die Soldaten Zugang zur Botschaft erhielten und sie anschließend freigelassen würden. Die einzige Frau unter den Soldaten, Faye Turney, verlangte unterdessen angeblich in einem neuen Brief den Rückzug der britischen Truppen aus dem Irak. Ein britischer Fernsehsender zeigte einen handgeschriebenen Text, der von der 26-Jährigen stammen soll. Er wurde dem Sender von iranischer Seite zugespielt. Großbritanniens Premierminister Tony Blair sprach von einer “klaren Situation”. Die iranische Regierung müsse wissen, dass es keine Alternative zur Freilassung der Soldaten gebe. Je länger es dauere, desto mehr werde man den Druck erhöhen. Die iranische Seite besteht darauf, dass die Gruppe mehrfach auf deren Gebiet vorgedrungen ist. Ein Offizier der Küstenwache präsentierte ein GPS-Gerät der Briten, aus dessen Daten das eindeutig hervorgehen soll. Erst nach mehrmaliger Verletzung der iranischen Hoheitsrechte habe man die Soldaten festgenommen.