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Lula und Bush erörtern Welthandelsgespräche in Camp David

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Lula und Bush erörtern Welthandelsgespräche in Camp David

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Zum ersten Mal seit 15 Jahren hat US-Präsident George W. Bush wieder einen lateinamerikanischen Präsidenten auf seinem Landsitz in Camp David empfangen.

Sein brasilianischer Amtskollege Lula da Silva erwiderte damit einen Besuch des US-Präsidenten vor drei Wochen, mit dem Bush seine Reise durch Lateinamerika eingeleitet hatte.

Zentrales Thema in Camp David waren die Welthandelsgespräche.

“Ich bin nach diesem Treffen wirklich sehr optimistisch”, äußerte Lula bei einer abschließenden Pressekonferenz, “wir sind einem Abschluß der Doha-Runde so nah wie noch nie.”

Bush zeigte sich kompromißbereit, betonte aber auch die für seine Administration typische Marktorientierung:

“Die USA sind bereit, ihre Subventionen für die Landwirtschaft substantiell einzuschränken. Im selben Moment jedoch erwarten, daß unsere Güter und Dienste, egal welcher Art, einen Zugang zum Markt erhalten.”

Lula und Bush kommen aus unterschiedlichen politischen Lagern, beide Politiker haben jedoch ein gutes persönliches Verhältnis.

Analysten zufolge verfolgt Washington im Umgang mit Brasilien auch ein strategisches Ziel: die Schaffung eines Gegengewichtes zu Hugo Chávez.

Der Präsident Venezuelas ist einer der weltweit exponiertesten Gegner der US-Politik.