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Molotow-Cocktails auf britische Botschaft - Studentenprotest in Teheran artet aus

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Molotow-Cocktails auf britische Botschaft - Studentenprotest in Teheran artet aus

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Ein Protest iranischer Studenten vor der britischen Botschaft ist am Sonntag in Gewalt umgeschlagen. Mehrere Demonstranten warfen Brandsätze und Steine auf das Botschaftsgebäude. Nach britischen Angaben entstand weder Sachschaden noch wurde jemand verletzt. Augenzeugen berichten, sie hätten kleinere Detonationen vernommen und Rauchwolken wahrgenommen. Die iranischen Sicherheitskräfte griffen hart gegen die Randalierer durch. Die Demonstranten skandierten “Tod für England!” sowie “Tod den USA!” und verlangten eine Entschuldigung für das Eindringen von britischen Soldaten in iranische Hoheitsgewässer.

Auf ihrer Nahostreise sicherte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel Großbritannien im Streit mit dem Iran die Solidarität der EU zu:

Der iranische Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad hatte am Samstag Großbritannien Arroganz vorgeworfen. London hätte sich für den Zwischenfall entschuldigen müssen. Stattdessen tue es so, als schuldeten die Iraner den Briten etwas. Ahmadinedschad hatte am Samstag ein Luftwaffenmanöver besucht.

Wie der SUNDAY TELEGRAPH berichtet, soll ein hoher britische Marineoffizier in Teheran öffentlich versprechen, daß britische Schiffe niemals wissentlich in iranische Hoheitsgewässer einfahren würden.

Damit solle es der Führung in Teheran ermöglicht werden, die Briten ohne Gesichtsverlust freizulassen, schreibt der SUNDAY TELEGRAPH. Der Londoner Krisenstab habe die Regierung daraufhingewiesen, daß die Gefangenenkrise in eine Sackgasse geraten sei und sich über viele Monate hinziehen könnte.