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Offizielle Beisetzung des ehemaligen georgischen Präsidenten Gamsakhurdia

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Offizielle Beisetzung des ehemaligen georgischen Präsidenten Gamsakhurdia

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Tausende Anhänger säumten die Strassen von Mtskheta in der Nähe der Hauptstadt Tiflis. Der ehemalige Litteraturpfofessor war der erste Präsident nach Georgiens Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1991. Damals wurde der sowjetkritische Bürgerrechtler mit über 80% der Stimmen gewählt.

Kritiker bezeichnen seine etwa einjährige Amtszeit als chaotisch. Er konnte unter anderem das Problem der ehtnischen Minderheiten in Georgien nicht lösen. 1992 wurde er durch einen Coup aus dem Amt gejagt. Eduard Schewardnadse wurde neuer Präsident.

Es folgte ein Bürgerkrieg mit mehr als 10.000 Toten. Gamsakhurdia floh erst nach Armenien, dann nach Westgeorgien und Tschetschenien.

1993 kam er unter mysteriösen Umständen in Westgeorgien ums Leben. Bis heute ist umstritten, ob er sich umbrachte, oder ob ihm jemand aus nächster Nähe in den Kopf schoss.

Seine Leiche wurde zunächst von Georgien nach Tschetschenien gebracht und vor wenigen Tagen offiziell von Russland an Georgien übergeben.