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Rom will bei Verkauf von Telecom Italia an Ausländer "nicht tatenlos zusehen"

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Rom will bei Verkauf von Telecom Italia an Ausländer "nicht tatenlos zusehen"

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Eine mögliche Übernahme der Telecom Italia durch Ausländer stösst zunehmend auf den Widerstand der Regierung in Rom. Ein solches Szenario dürfe nicht hingenommen werden, hieß es. Der US-Konzern AT&T und die mexikanische America Movil verhandeln mit Pirelli-Chef Marco Tronchetti Provera über einen Einstieg bei Telecom Italia. Pirelli ist der Eigentümer der Telecom-Muttergesellschaft Olimpia.
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AT&T und America Movil wollen je ein Drittel an Olimpia erwerben und dadurch zum Hauptaktionär von Telecom Italia aufsteigen. Da vier Fünftel des Kapitals in Streubesitz sind, reicht schon der Kauf des Olimpia-Anteils, um die Kontrolle auszuüben.

Der zuständige Minister Paolo Gentiloni erklärte, der Staat dürfe nicht tatenlos zusehen, wenn Telecom Italia in ausländische Hände falle. Es gebe hier ein übergeordnetes öffentliches Interesse.

Beobachter halten es für denkbar, dass Rom italienische Banken mobilisiert, um beim Telekomkonzern einzusteigen. Interesse hatten kürzlich Mediobanca und Capitalia gezeigt.