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EU-Kommission kämpft gegen Kartelle, auch im Internet

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EU-Kommission kämpft gegen Kartelle, auch im Internet

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Die britsche EMI will ihre Musik ohne Kopierschutz im Internet betreiben. Das gaben die Chefs von EMI und Apple,Eric Nicoli und Steve Jobs,in London bekannt. Das neue Angebot wird es zuerst bei Apples iTunes Music-Store Plattform, geben.
Steve Jobs glaubt, dass bis Jahresende fast die Hälfte aller Songs bei iTunes, ohne Kopierschutz angeboten werden. Damit können Verbraucher endlich online erworbene Titel auf jedem Player abspielen. Durch den Kopierschutz war das bisher nicht möglich.
Doch die EU-Kommission macht da nicht mit. Sie geht gegen den US-Konzern Apple und führende Plattenfirmen vor. Ihr Vorwurf: Marktabschottung beim Musikverkauf im Internet. Die Brüsseler Behörde hat das Kartellverfahren eingeleitet. Die Wettbewerbshüter werfen den Unternehmen vor, europäischen Kunden den Einkauf in Apples Online-Shop iTunes, ausschliesslich auf Webseiten ihrer Länder, zu erlauben. Dabei gibt es zum Teil erhebliche Preisunterschiede.

Der Preis für ein Musikstück im britischen iTunes-Store ist um 18 Prozent höher als in den Ländern der EURO-Zone.
Apple ist beim Internetmusikvertrieb in Europa nicht marktbeherrschend. Stellt die EU-Kommission einen Rechtsverstoss des Unternehmens fest, müssen sich auch die Konkurrenten an die Entscheidung halten. Marktabschottung zum Schaden der Kunden und Verbraucher ist in Europa verboten.

Falls die EU-Kommission ihre Vorwürfe beweisen kann, drohen dem Unternehmen hohe Bussgelder von bis zu 10 Prozent des Jahresumsatzes.