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Iwanow fordert Boykott estnischer Waren

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Iwanow fordert Boykott estnischer Waren

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Russlands stellvertretender Ministerpräsident Sergej Iwanow hat im Streit mit Estland um die Zukunft eines Weltkriegs-Denkmals zum Boykott estnischer Produkte und zu einem Tourismus- Boykott aufgerufen. Bei einem Treffen mit Veteranen der russischen Armee sagte Iwanow, er fordere keine Sanktionen und rufe auch nicht zum Boykott auf. Doch wenn die russischen Bürger die estnische Politik nicht mögen sollten, sollten sie auf den Kauf estnischer Lebensmittel verzichten So einfach sei das. Bei der Auseinandersetzung geht es um eine sowjetische Kriegerskulptur in der estnischen Hauptstadt Tallinn, den so genannten “Bronzenen Soldaten”. Viele Esten sehen sie als eine Verherrlichung der langjährigen sowjetischen Besatzung. Schon im Februar hatte eine knappe Mehrheit des Reichstages in Tallinn für die Beseitigung der Figur gestimmt. Bei den Parlamentswahlen im März wurden die Denkmalsgegner noch gestärkt. Estlands Außenminister Urmas Paet wies die Drohungen Iwanows zurück und bezeichnete sie als Teil des beginnenden Wahlkampfes in Russland.