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Mindestens 28 Todesopfer nach Tsunami auf den Salomonen

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Mindestens 28 Todesopfer nach Tsunami auf den Salomonen

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Nach dem meterhohen Tsunami auf den Salomonen-Inseln in der Südsee warten die Überlebenden weiter auf Hilfe. Nach vorläufigen Angaben der Behörden kamen mindestens 28 Menschen ums Leben. Etwa 900 Häuser wurden zerstört, 5000 Einwohner flohen vor den Fluten in die Hügel. Von vielen Gebäuden ragt nur noch das Dach aus dem Wasser. Der 100-Insel-Archipel wurde bislang von mehr als zwei Dutzend Nachbeben erschüttertet, viele davon mit Stärken über 6,0. Der Tsunami war am Montagmorgen von einem Erdbeben ausgelöst worden, dessen Stärke die US-Geologiebehörde mit 8,1 angab. Die Behörden rechnen damit, dass die Zahl der Opfer weiter steigt. Medienberichten zufolge wurden 13 Dörfer zerstört. Besonders stark betroffen die Provinzhauptstadt Gizo. Dort leben einige tausend Menschen, von denen viele nach dem Erdbeben ins Landesinnere flüchteten. Viele harrten dort auch über Nacht aus, zu verängstigt, um in die halb zerstörte Stadt zurückzukehren. Die Behörden baten dringend um Hilfsgüter. Erste Pakete mit Trinkwasser und Zelten wurden von
Helikoptern aus abgeworfen. Der Flughafen von Gizo wurde teils überschwemmt und schwer beschädigt. Einen Großteil der Hilfe organisiert die australische Armee. Sie ist noch mit 300 Mann auf den Salomonen und war nach Unruhen vor einem Jahr ins Land gerufen worden.