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Krise in der Ukraine - Janukowitsch geht auf Juschtschenko zu

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Krise in der Ukraine - Janukowitsch geht auf Juschtschenko zu

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Im Machtkampf in der Ukraine hat Ministerpräsident Janukowitsch Vorschläge zur Beilegung der Krise gemacht. Er sei bereit, Präsident Juschtschenko in zentralen Punkten entgegenzukommen. Das sagte Janukowitsch heute im ukrainischen Fernsehen. Die Auflösung des Parlaments lehnt er weiter als illegal ab.

Anhänger des pro-russischen Ministerpräsidenten zogen heute zum Parlament, um gegen dessen Auflösung durch Präsident Juschtschenko zu protestieren. Unterstützt werden die Demonstranten auch von Anhängern der Kommunisten.
“Wie lange man diese Staatsstreiche zweier Seiten noch ertragen solle”, fragt dieser Mann. Die Politiker sollten für das Wohl das Landes arbeiten und nicht ihr eigenes.” Eine Frau sagt, sie sei hier, um Ministerpräsident Janukowitsch zu unterstützen, sie habe Vertrauen in seine Mannschaft.

Mehrere hundert Anhänger Janukowitschs hatten die Nacht über in einem Zeltdorf nahe dem Parlament ausgeharrt. Präsident Juschtschenko hatte am Montag nach wochenlangen Machtkämpfen das Parlament aufgelöst und Neuwahlen für den 27. Mai angesetzt. Ein Treffen zwischen Präsident Juschtschenko und Regierungschef Janukowitsch war gestern abend ohne Ergebnis geblieben.

Jetzt muss das Verfassungsgericht über die Auflösung des Parlamentes entscheiden. Dessen Präsident Dombrowski hat inzwischen seinen Rücktritt vorgeschlagen. Dessen Bestätigung durch mehr als die Hälfte der Richter gilt aber als unwahrscheinlich.