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EU-Kommission: Microsofts technische Informationen für die Konkurrenz überteuert


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EU-Kommission: Microsofts technische Informationen für die Konkurrenz überteuert

Microsoft wird auf Druck der Europäischen Kommission seine technischen Informationen der Konkurrenz kostengünstiger zur Verfügung stellen müssen als bisher. Dies geht aus einem internen Papier der Kommission vor, das der Financial Times vorliegt. Demnach halten die Wettbewerbshüter die bislang geforderte Lizenzgebühr von knapp sechs Prozent des Umsatzes für übertrieben, und sehen weniger als ein Prozent als angemessen an.

Der Softwarekonzern war 2004 von der Kommission und später vom Europäischen Gerichtshof wegen Ausnutzung seiner marktbeherrschenden Stellung dazu verurteilt worden, seine Schnittstelleninformationen der Konkurrenz offenzulegen, damit diese ihre Produkte mit denen Microsofts kompatibel gestalten kann. Brüssel verhängte außerdem ein Rekordbußgeld. Seitdem stellt die Kommission dem Unternehmen regelmäßig Ultimaten und droht mit täglichen Bußgeldern, da ihr die gelieferten Daten nicht ausreichen. Das jüngste Ultimatum wurde auf den 23. April verschoben.

Es ist nicht der einzige US-Konzern im Visier der Brüsseler Wettbewerbshüter: Sie mahnen auch bei Apple und Intel Abhilfe gegen Wettbewerbsverzerrungen an, die ihrer Auffassung nach Europas Verbrauchern schaden.

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