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Neuer Präsident Tschetscheniens ins Amt eingeführt

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Neuer Präsident Tschetscheniens ins Amt eingeführt

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In Tschetschenien ist der neue Präsident, Ramsan Achmatowitsch Kadyrow, in sein Amt eingeführt worden. Die Feierlickeiten fanden in der Stadt Gudermes, gut 30 Kilometer östlich der Hauptstadt Grozny statt. Der Putin-treue Kadyrow legte einen Eid auf die Verfassung der Russischen Föderation und den Koran ab. Ramsan Kadyrow ist der Sohn des ehemaligen Präsidenten Achmat Kadyrow, der 2004 bei einem Attentat getötet worden war.

Der neue Präsident hat eine schillernde Karriere hinter sich. Nachdem sein Vater, Achmat Kadyrow, am 9. Mai 2004 bei einem Attentat ums Leben kommt, beginnt der politische Aufstieg des Sohnes. Er wird Stellvertretender Regierungschef, zuständig für Sicherheit. Im März vergangenen Jahres wird er Ministerpräsident. Bei allem was er tut, steht er loyal an der Seite von Russlands Präsident Vladimir Putin. Dieser schlägt ihn am 15. Februar für das Präsidentenamt der Kaukasus-Republik vor.

Putin begründete Kadyrows Nominierung unter anderem mit dessen Einsatz für den Wiederaufbau Tschetscheniens. Tatsächlich kann sich die Hauptstadt Grosny heute wieder sehen lassen. In den Tschetschenienkriegen in den 1990-er Jahren war sie schwer zerstört worden. Damals soll Ramsan Kadyrow, inzwischen Vater von fünf Kindern, zahlreiche Verbrechen gegen Zivilisten begangen haben. Menschenrechtsorganisationen werfen ihm Entführung, Folter und Totschlag vor.