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Britische Marineangehörigen waren in iranischer Gefangenschaft unter starkem psychischen Druck

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Britische Marineangehörigen waren in iranischer Gefangenschaft unter starkem psychischen Druck

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Die britischen Marineangehörigen sind während ihrer Gefangennahme im Iran psychisch stark unter Druck gesetzt worden. Das berichteten sechs der 15 Soldaten heute auf einer Pressekonferenz auf dem Marinestützpunkt Chivenor in Südwestengland. Sie waren am Mittwoch im Iran freigelassenen worden und gestern nach Großbritannien zurückgekehrt.

Der 26-jährige Leutnant Felix Carman sagte, dass die Soldaten sich eindeutig in irakischen Gewässern befanden hätten, als sie von den iranischen Revolutionsgarden gefangen genommen worden waren. Die Gefangennahme bezeichnete er als illegal. Sie hätten sich widersetzt, so lange sie konnten, dann aber doch mit den Iranern kooperiert. Das Team sei mutig gewesen und habe Würde bewiesen, wie es Tradition der Royal Navy sei. Darauf sei er stolz.

Sie seien alle in Isolationshaft gehalten worden, sagt er weiter, und die meisten Nächte verhört worden. Man habe ihnen gesagt, dass sie schnell zurück nach Großbritannien könnten, wenn sie gestehen würden, andernfalls drohten sieben Jahre Gefängnis.

Iranischer Fernsehbilder hatten Leutnant Carman und einen weiteren Soldaten vor Landkarten gezeigt, die die vermeintliche Grenzverletzung belegen sollten. Der Iran hat die Pressekonferenz inzwischen als Propaganda bezeichnet.

Faye Turney, die einzige Frau unter den 15 Soldaten, nahm an der Pressekonferenz nicht teil. Die Mutter einer dreijährigen Tochter habe besonders unter der Gefangenschaft gelitten und erhole sich bei ihrer Familie, hiess es.