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Britische Soldaten hatten offenbar Aufklärungsauftrag

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Britische Soldaten hatten offenbar Aufklärungsauftrag

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Der Iran hatte den Soldaten wiederholt Spionage vorgeworfen, was von Großbritannien immer bestritten wurde. Laut einem TV-Bericht sollen die 15 aber tatsächlich einen Aufklärungsauftrag gehabt haben. Man befrage einheimische Fischer, erklärte Kapitän Chris Air kurz vor seiner Gefangenschaft. Man suche nach Informationen über Piraten oder iranische Aktivitäten. Schließlich sei man hier nahe der Grenze zum Iran.

Das Interview war wenige Tage vor der Gefangennahme der Soldaten entstanden, jedoch erst gestern ausgestrahlt worden. Der britische Verteidigungsminister Des Browne verteidigte die Aktivitäten seiner Soldaten. Das Sammeln von Informationen diene ihrer Sicherheit. Es sei vom UN-Mandat eindeutig gedeckt.

Der britische Sender hatte das Material zum Schutz der Soldaten bislang zurückgehalten. John Williams, ein ehemaliger Beamter des britischen Verteidigungsministeriums, erklärt, dass allein der Hinweis auf das Sammeln von Informationen die Freilassung sehr viel schwieriger gemacht hätte. Die 14 Männer und eine Frau waren am 23. März im Mündungsgebiet des Schatt-el-Arab gefangen genommen worden.