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Treffen von Juschtschenko und Janukowitsch im ukrainischen Machtkampf

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Treffen von Juschtschenko und Janukowitsch im ukrainischen Machtkampf

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Im Machtkampf in der Ukraine sind Präsident Juschtschenko und Regierungschef Janukowitsch zu einem weiteren Treffen zusammengekommen. Im Parlament setzten die Abgeordneten der Regierungsmehrheit demonstrativ ihre Arbeit fort. Sie weigern sich nach wie vor, die vom Präsidenten verfügte Auflösung der Obersten Duma zu akzeptieren. Der Abgeordnete Andrei Kokoshin warf dem Präsidenten vor, die Lage zu destabilisieren; vor allem aber sei der Erlass verfassungswidrig. Die Anhänger der Regierungsparteien setzten ihre Demonstrationen gegen den Präsidenten fort. Etwa fünfhundert Anhänger Janukowitschs harrten in ihrem Zeltlager in Kiew aus. Nach einem ukrainischen Medienbericht werden sie von Janukowitsch dafür bezahlt.

Juschtschenko habe viel versprochen und nichts gehalten, sagte ein Demonstrant. Deshalb müsse der Präsident gehen.
Die Jugendorganisation von Juschtschenkos Partei bekundete dem Präsidenten ihre Unterstützung. Verräter seien die Abgeordneten der Regierungs-parteien., sagte ein Präsidentenanhänger. Die Leute um den Regierungschef wollten den Präsidenten auf die Knie zwingen, doch dazu werde es nict kommen. Zu der von Regierungschef Janukowitsch vorgeschlagenenen Vermittlerrolle für Österreich gab es in Wien zunächst keine Stellungnahme.