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UN rechnet mit bis zu 300 Millionen "Klimaflüchtlingen"

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UN rechnet mit bis zu 300 Millionen "Klimaflüchtlingen"

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Ohne Gegenmaßnahmen drohen Klimawandel und damit verbundene Katastrophen Millionen von Menschen auf die Flucht zu treiben, um sich einen neuen Lebensraum zu suchen. Ob der Begriff Klimaflüchtling für diese Art von Migranten der angemessene Terminus ist, darüber streitet man bei den Vereinten Nationen noch. Ursache ist die
Erderwärmung.

Nach einer Zunahme um 0,7 Grad Celsius in einem Jahrhundert prognostiziert der Weltklimarat einen durchschnittlichen Temperaturanstieg um zwei bis schlimmstenfalls 6,4 Grad bis 2100 im Vergleich zu 1990.

Dürren und Hitzeperioden werden für immer mehr Menschen eine Gefahr werden – ob in Afrika oder in Europa. Mehr als drei Milliarden Menschen könnten nach Schätzungen der Experten in siebzig Jahren nicht genug Trinkwasser haben. Gleichzeitig profitieren Krankheitserreger von den höheren Temperaturen.

Der Chef des UN-Klimasekretariats Ivo de Boer verweist darauf, dass schon jetzt 250 Millionen Menschen wegen klimatischer Unbilden ihr Heim verlassen mussten, in den nächsten drei Jahren könnten etwa 50 Millionen hinzukommen.

Wirbelstürme wie “Katrina”, der New Orleans fast untergehen ließ, Überschwemmungen durch Gletscherschmelze in Asien, Überflutung der Küstengebiete durch den Anstieg des Meeresspiegels, Hitzewellen, Waldbrände und Überschwemmungen in Europa – kein Teil des Planeten wird dem Klimabericht zufolge verschont bleiben.

Klimakatastrophen, Dürren und Trinkwassermangel könnten derartige Verteilungskämpfe mit sich bringen, dass der Weltsicherheitsrat am 17. April auch unter dem Sicherheitsaspekt darüber beraten will.