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Hamas fordert Tauschhandel für Schalit

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Hamas fordert Tauschhandel für Schalit

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Der vor zehn Monaten verschleppte israelische Soldat Gilad Schalit ist seiner Freilassung vielleicht ein Stück näher gekommen. Mit Hilfe ägyptischer Vermittler schickte die radikalislamische Palästinenserbewegung Hamas Israel eine Liste. Auf ihr : die Namen von palästinensischen Gefangenen. Im Gegenzug zu ihrer Freilassung, soll Schalit wieder nach Hause zurückkehren dürfen.

Der palästinensische Informationsminister betonte,
wenn die Israelis wollten, dass Schalit schnell und gesund zurückkehre, dann sollten sie schnellstmöglich auf das Angebot antworten, und die Freilassung der palästinensischen Häftlinge akzeptieren. Dann könne alles sehr schnell gehen.

Nach palästinensischen Angaben fordert Hamas die Freilassung von insgesamt mehr als tausend Gefangenen. Israelische Medien berichten dagegen von 450 Namen, unter ihnen aber auch “Mörder, an deren Händen Blut klebe, und deren Freilassung die Regierung nicht zustimmen werde”.

In der geteilten Stadt Hebron im Westjordanland griff unterdessen ein junger Palästinenser israelische Polizisten an. Nahe einer Sicherheitsschranke am Grab der Patriarchen stach der 17-Jährige mit einem Messer auf zwei israelische Grenzsoldaten ein. Einer von ihnen erlitt schwere Verletzungen. Ein anderer Soldat schoss daraufhin auf den Palästinenser und verletzte ihn am Bein. Der Angreifer wurde festgenommen. Das Motiv ist nicht bekannt.

Der biblischen Überlieferung zufolge handelt es sich um das Grab von Abraham, Isaak und Jakob. Es ist eine heilige Stätte sowohl für Muslime als auch für Juden.