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Neues Kabinett soll den Friedensprozess an der Elfenbeinküste vorantreiben

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Neues Kabinett soll den Friedensprozess an der Elfenbeinküste vorantreiben

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Die Elfenbeinküste hat eine neue Regierung: Der Rebellenführer Guillaume Soro ist von Präsident Laurent Gbagbo am Samstag offiziell zum Regierungschef ernannt worden. Die bisherige politische Führung und die Rebellen hatten sich vor kurzem auf das nunmehrige Kabinett verständigt, das die Einigung des Landes vorantreiben soll. Denn die Elfenbeinküste ist seit dem Bürgerkrieg in den Jahren 2002 und 2003 tief gespalten. Derzeit kontrollieren die Rebellen den Norden, die Regierung den Süden des Landes, das vor allem als größter Kakao-Produzent der Welt bekannt ist.

Der neuen Regierung gehören 33 Minister an, drei weniger als bisher. Einer von ihnen ist Sidiki Konate, der seine neue Aufgabe als “faszinierend” beschreibt: “Wir glauben, dass wir gemeinsam ein gutes Ende des Friedensprozesses herbeiführen können.” Zu den Zielen der Regierung gehört es unter anderem, die Kämpfer beider Seiten zu entwaffnen und innerhalb der kommenden 10 Monate Wahlen zu organisieren. Im März hatte Soro einen Friedensvertrag mit dem Präsidenten unterzeichnet. Mitte April soll der Rückzug der rund 7000 UN-Soldaten aus der ehemaligen französischen Kolonie beginnen.