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Heiße Phase des Wahlkampfes in Frankreich offiziell eröffnet

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Heiße Phase des Wahlkampfes in Frankreich offiziell eröffnet

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In Frankreich hat offiziell die heiße Phase des Walkampfes begonnen. Landesweit werden Wahlkampfplakate geklebt, TV- und Radio-Spots der Kandidaten mit der Stoppuhr kontrolliert. Die zwölf Bewerber dürfen nun vor den 65.000 ahlbüros plakatieren, Fernsehen und Radio strahlen Wahlkampfspots nach einem festgelegten Schlüssel aus; jeder Bewerber hat 45 Minuten Redezeit, die er in Minuten-Clips aufteilen muss. In Charlesville-Mezieres werden die Stimmzettel vorbereitet. Das machen häufig Studenten oder Arbeitslose, die ihr Gehalt oder ihre Unterstützung damit aufbessern.
“Ich verdiene etwas hinzu. Ich bin Studentin in Lille”, sagt etwa eine Studentin. “Es stimmt schon, auch wenn es nicht viel ist, aber es ist immer gut, etwas hinzuzuverdienen.” Jean-Eric D´Haene ist arbeitslos. Er fürchtet, dass er diesen Job verlieren wird. Aus dem einfachen Grund, dass demnächst per elektronischer Abstimmung, per Internet, gewählt werde. Vor Monaten sah es noch so aus, als machten Nicolas Sarkozy, der Kandidat der Konservativen, und die Sozialistin Ségolene Royal das Rennen unter sich aus. Inzwischen hat der Zentrumspolitiker Francois Bayrou nachgezogen. Je näher der erste Wahlgang am 22. April rückt, desto mehr sind die vielen Umfragen mit spitzen Fingern anzufassen. Denn die Franzosen geben sich in einer Rekordzahl bei den Befragungen unschlüssig. Viele haben noch nicht entschieden oder könnten ihre Meinung durchaus noch ändern. Etwa 18 Prozent der Franzosen, das sind gut 42 Prozent der Wahlberechtigten, wissen noch nicht, für wen sie stimmen werden, am 22. April.