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Irak: Sturz Saddam Husseins jährt sich zum vierten Mal

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Irak: Sturz Saddam Husseins jährt sich zum vierten Mal

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Vier Jahre nach dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein ist der Irak weit vom Frieden entfernt. Am Sonntag fielen mindestens 18 Menschen einem Sprengstoffattentat in der Nähe von Bagdad zum Opfer. Um Anschläge am Jahrestag zu verhindern, schaffte die Regierung den Feiertag ab und erklärte den 9. April wieder zu einem normalen Arbeitstag. Aus Sicherheitsgründen verhängten die Behörden in Bagdad zudem ein 24-stündiges Fahrverbot für alle Fahrzeuge, das ab Montagmorgen gilt.

Die von den USA 2003 eingesetzte irakische Übergangsregierung hatte den Tag des Einmarsches der US-Truppen in Bagdad zum offiziellen Feiertag erklärt. Seitdem kamen mehr als 3.200 US-Soldaten in den Nachkriegsauseinandersetzungen ums Leben, auf irakischer Seite starben mehr als 60.000 Menschen.

Die Iraker haben von den multinationalen Truppen bislang die Verantwortung über drei Städte im Süden und im Zentrum des Landes übernommen – darunter auch die Schiitenhochburg Nadschaf. Dort rief die Bewegung des radikalen Schiiten-Führers Muktada al-Sadr für diesen Montag zu Massendemonstrationen gegen die US-Militärpräsenz auf.