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Europol warnt vor mehr Terrorismus

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Europol warnt vor mehr Terrorismus

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Die europäische Polizeibehörde Europol warnt vor einer möglichen Ausweitung des Terrorismus. Das geht aus dem ersten Bericht von Europol zu diesem Thema hervor. Demnach gab es letztes Jahr in Europa fast fünfhundert Anschläge, wenn auch in den allermeisten Fällen nur mit Sachschaden.
Europol stellte den Bericht jetzt dem Innenausschuss im Europaparlament vor. Dabei erinnerte Europol-Direktor Max-Peter Ratzel an die gescheiterten Kofferbombenanschläge in deutschen Zügen oder die Attentate von London vor zwei Jahren. Das zeige, dass islamistische Terroristen auch auf hohe Opferzahlen aus seien. In fünfzehn EU-Ländern habe man letztes Jahr insgesamt mehr als siebenhundert Terrorverdächtige festgenommen.
Laut Europol ging von allen 498 Anschlägen im vergangenen Jahr aber nur ein einziger auf Islamisten zurück, nämlich die Kofferbomben in Deutschland. Zum überwiegenden Teil steckten dahinter separatistische Gruppen, wie die Basken in
Spanien.
Europol möchte auch gerne mehr Befugnisse, um gegen Hooligans oder Anbieter von Kinderpornografie erfolgreicher vorgehen zu können. Europol darf nur bei grenzüberschreitender Organisierter Kriminalität tätig werden. Darunter fielen Fußballhooligans bisher nicht.