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Kein Kind gegen den Willen des Samenspenders

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Kein Kind gegen den Willen des Samenspenders

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Der Kinderwunsch einer 35-jährigen Britin ist zum zweiten Mal und damit endgültig vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte abgelehnt worden.
Natalie Evans hatte auf juristischen Weg die Implantation von Embryonalzellen gefordert. Ihr früherer Partner hatte dies jedoch nicht gewollt.
Das Gericht in Straßburg hatte den Antrag der Britin bereits in erster Instanz abgewiesen. Auch die britische Justiz hatte dem ehemaligen Partner Howard Johnston das Recht zugestanden, sich einer möglichen Vaterschaft zu verweigern. Johnston hatte die Klinik, in die Embryonalzellen gelagert werden, sogar aufgefordert, diese zu vernichten.
Genau um diese Zellen aber geht es: Die künstliche Befruchtung war 2001 vorgenommen worden, weil sich Natalie Evans einer Krebstherapie unterzogen hatte, die mit dem Risiko der Unfruchtbarkeit verbunden war. Ohne das Einverständnis Johnstons dürfen die Embryonalzellen nun definitiv nicht implantiert werden.