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Nordkorea: Zeit im Atomstreit wird knapp

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Nordkorea: Zeit im Atomstreit wird knapp

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Im Atomstreit mit Nordkorea wird die Zeit knapp: Bis Sonnabend soll das Land seinen Kernreaktor abschalten, aber erst will es sein Geld von einem eingefrorenen Konto in China haben – und das hat sich bis jetzt verzögert.

Der amerikanische Gesprächsführer Christopher Hill will aber die Hoffnung noch nicht aufgeben: Ein paar Tage blieben ja noch, sagt er bei der Ankunft auf dem Flughafen der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Natürlich sei es aber eine sehr wichtige Woche. Diese nächsten Tage seien entscheidend.

Es ist die Banco Delta Asia in der früheren portugiesischen Kolonie Macau, in der die nordkoreanischen Millionen lagern. Die Bank ist wegen Geldwäschevorwürfen umstritten; die Behörden in Macau hatten Bedenken. Nach Angaben aus südkoreanischen Regierungskreisen soll das Geld nun aber doch ab morgen ausgezahlt werden können.

Inzwischen hat wiederum Japan seine Sanktionen verlängert. Das Land hat mit Nordkorea ein besonderes Problem: Japaner, die in den 70er und 80er Jahren entführt wurden und über deren Schicksal in einigen Fällen nach wie vor nichts bekannt ist. Solange es in dieser Frage keine Fortschritte gibt, bleibt es unter anderem beim Importverbot und der Einstellung der einzigen Fährverbindung zwischen beiden Ländern.

Im Atomstreit hatte Nordkorea im Februar unter anderem zugesagt, seinen Kernreaktor Yongbyon abzuschalten und zu versiegeln: innerhalb von sechzig Tagen, im Gegenzug für Wirtschaftshilfe und Energielieferungen. Der Kontenstreit hat aber für viel Verzögerung gesorgt: Diese Frist läuft nun in vier Tagen ab.