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Der neue palästinensische Finanzminister Salam Fayyad ist zum ersten Mal nach Brüssel gekommen.

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Der neue palästinensische Finanzminister Salam Fayyad ist zum ersten Mal nach Brüssel gekommen.

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Er traf sich dort mit Mitgliedern der EU-Kommission. Und seine Botschaft an die Europäer ist so klar wie einfach. Sie sollen die pälastinensische Autonomiebehörde mit knapp einer Milliarde Euro unterstützen. Wörtlich sagt Salam Fayyad:
“ Wir suchen um externe Hilfe nach, um eine finanzielle Lücke von fast einer Milliarde Euro zu überbrücken. Das Geld soll natürlich nicht nur Europa zahlen. Die EU hat uns viele Jahre unterstützt. Es ist wichtig gewesen, daß wir unser Anliegen hier vorgetragen haben.”

Sofortige finanzelle Hilfe? EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner zögert da noch und erklärt:
“ Ich habe sehr deutlich gemacht, daß unsere erneute Hilfe nicht zwingend finanzieller Natur sein muss. Außerdem verlangen die EU-Finanzminister Klarheit darüber, was mit dem Geld geschieht.”

Die Europäische Union hatte ihre Hilfszahlungen an die alte palästinensische Regierung im vergangenen Jahr eingestellt.
Die von der radikalen Hamas geführte Administration, hatte sich geweigert, den Staat Israel anzuerkennen und sie wollte der Gewalt nicht abschwören. Noch bis Mitte vergangen Jahres hatte die EU, 700 Millionen Euro an die palästinensischen Autoritäten überwiesen. Weil das Geld versickerte und die EU wegen mangelnder Kontrollen in die Kritik geraten war, stellten sie die Hilfszahlungen ein.