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Präsidentenwahl in Ost-Timor geht in Stichwahl

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Präsidentenwahl in Ost-Timor geht in Stichwahl

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Bei den Präsidentschaftswahlen in Ost-Timor ist eine Stichwahl erforderlich: Dies teilte die nationale Wahlkommission mit. Keiner der acht Kandidaten habe bei der ersten Runde am Montag die absolute Mehrheit erreicht. Es waren die ersten Präsidentschaftswahlen in dem südostasiatischen Inselstaat seit der Unabhängigkeit vor fünf Jahren. Die Abstimmung sei ruhig verlaufen, erklärte der Sprecher Wahlkommission in der Hauptstadt Dili nach einem teils gewalttätigen Wahlkampf. Der als Favorit in die Wahlen gegangene amtierende Regierungschef und Friedensnobelpreisträger José Ramos Horta liegt nach Angaben der Wahlkommission abgeschlagen auf dem zweiten Platz – nach Auszählung von rund achtzig Prozent der Stimmen. Damit kommt Ramos Horta voraussichtlich in Stichwahl. Fernando Araujo, der frühere Anführer einer studentischen Untergrundbewegung, kam nur auf den dritten Platz. Gewinner der ersten Runde ist nach amtlichen Angaben der Kandidat der linken Fretilin-Partei, Francisco Guterres, mit rund sechzig prozent der Stimmen. Die übrigen sechs Kandidaten wollen das Resultat nicht akzeptieren. Sie legten Wahlbeschwerde ein.