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Tote bei Razzia in Casablanca

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Tote bei Razzia in Casablanca

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Bei einer Razzia gegen islamische Extremisten sind in der marokkanischen Wirtschaftsmetropole Casablanca am Dienstag mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Drei Verdächtige sprengten sich in die Luft, ein Vierter wurde von der Polizei erschossen. Bei der Aktion wurden ein Polizist getötet und ein weiterer verletzt, außerdem wurden auch mehrere Passanten verletzt.

Die Männer gehörten zu einer Gruppe von zwölf Personen, nach denen die Polizei seit März fahndet. Damals hatte sich in einem Internetcafe ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, um sich der Verhaftung zu entziehen.

Die Behörden vermuten, daß die Extremisten Anschläge gegen Schiffe in Casablanca sowie gegen Touristenhotels in Agadir geplant hatten. Nach eigenen Angaben hat die marrokanische Polizei im vergangenen Monat eine Extremistenzelle ausgehoben, die vorhatte, im Hafen von Casablanca ausländische Schiffe, sowie Hotels in Marrakesh in die Luft zu sprengen. Im Rahmen dieser Aktion wurden 40 Personen festgenommen. Im Jahr 2003 waren in Casablanca bei einer Serie von Selbstmordanschlägen mehr als 30 Menschen getötet worden.