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Auslandsgespräche mit dem Handy sollen noch vor den Sommerferien billiger werden

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Auslandsgespräche mit dem Handy sollen noch vor den Sommerferien billiger werden

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Einem entsprechenden Vorschlag hat der Industrieausschuss des Europa-Parlamentes mit großer Mehrheit zugestimmt.
Und hat somit auf die Beschwerden von Mobilfunknutzern über zu hohe Roaminggebühren reagiert. Wer nun im europäischen Ausland zum Handy greift, soll maximal 40 Cents zahlen. Bei eingehenden Anrufen wird es eine Obergrenze von 15 Cent geben. Die Roaminggebühren, die bei internationalen Mobilfunkverbindungen anfallen, liegen bisher bei zum Teil mehreren Euro pro Minute.

Noch sind Roaminggebühren in jedem Land anders. Wer mit einem französischen Mobilfunkbetreiber zum Beispiel nach Deutschland telephoniert, zahlt 4 Euro für 4 Minuten. Der Angerufene wird mit 1,88 Euro belastet. Wer mit einem deutschen Netzbetreiber nach Frankreich telephoniert muß 5 Euro für 4 Minuten zahlen und der Angerufene wird mit 2,76 Euro zur Kasse gebeten. Das europäische Parlament ist einem Kommissionsvorschlag gefolgt und die 27 Mitgliedstaaten sind nur mit Details nicht einverstanden.

Der Industrieausschuß stimmte der Gebührensenkung mit 45 gegen 3 Stimmen bei einer Stimme Enthaltung zu.
Berichterstatter Paul Rübig ist zufrieden mit dem Ergebnis und freut sich:
“ Wenn man eine nationale Grenze überschreitet wird sofort festgelegt, daß man eine SMS geschickt bekommt, was dann hier also im Roaming der Minutenpreis ist und zwar auf individueller Basis.”
Das europäische Parlament muß dem Vorschlag noch am 9 Mai im Plenum zustimmen. Die deutsche Ratspräsidentschaft hat zugesichert bis Ende Juni einen Kompromiss aushandeln zu wollen.