Eilmeldung

Eilmeldung

Längere Einsätze für US-Soldaten

Sie lesen gerade:

Längere Einsätze für US-Soldaten

Schriftgrösse Aa Aa

Das US-Verteidigungsministerium hat die Entsendezeiten für die US-Soldaten im Irak und in Afghanistan verlängert, um die Einsatzstärke aufrecht erhalten zu können. Statt bisher für zwölf Monate würden die Soldaten ab sofort für 15 Monate in die Einsatzländer geschickt, kündigte Verteidigungsminister Robert Gates in Washington an. Die Regelung trete ab sofort in Kraft.

Die neue Irak-Strategie von US-Präsident George W. Bush sieht vor, die Truppen im Irak um 30.000 Soldaten zu verstärken. Derzeit stehen etwa 145.000 Armeeangehörige in dem Land, bis Juni soll ihre Zahl auf 160.000 steigen.

Derweil hat die Bewegung des radikalen Schiitenpredigers Muktada al-Sadr mit dem Austritt aus der Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki gedroht. Zehntausende Iraker hatten auf Sadrs Aufruf reagiert, in der Schiiten-Stadt Nadschaf für den Abzug der US-Soldaten zu demonstrieren.

Regierungschef Maliki erklärte während seines Tokio-Besuches am Dienstag, dass er keinen Anlass für einen Zeitplan sehe. Seine Regierung würde so schnell wie möglich irakische Sicherheitskräfte aufbauen, so dass die US-Einheiten das Land bald verlassen könnten.

Indessen gingen die gewaltsamen Auseinandersetzungen am Mittwoch weiter. Bei Gefechten zwischen irakischen Soldaten und Aufständischen wurden in Bagdad vier irakische Soldaten und 21 mutmaßliche Extremisten getötet.