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Norwegen verschärft Regeln für Ölfonds

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Norwegen verschärft Regeln für Ölfonds

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Norwegen hat die Regeln für seinen gewaltigen Ölfonds verschärft. Nach Angaben des Finanzministeriums in Oslo soll der Anteil von ausländischen Aktien von 40 auf 60 Prozent erhöht werden. Entsprechend kleiner wird der Anteil festverzinslicher Papiere. Außerdem sollen keine Staatsanleihen mehr von so genannten Paria-Staaten wie Birma gekauft werden.

Die staatlichen Einnahmen aus der Energiewirtschaft
fließen seit 1996 in diesen Fonds und werden ausschließlich im Ausland angelegt, um unerwünschte Wirkungen auf die heimische Wirtschaft zu vermeiden. Inzwischen ist der Umfang des Fonds auf rund 220 Milliarden Euro angewachsen.

Seine Einnahmen sind spezielle Steuern auf das Ölgeschäft, Lizenzgelder für die Nutzung von Ölfeldern und Gewinne aus den Anteilen an Energieunternehmen. So spart der Staat für die Zukunft nach dem Öl.

Das nur 4,7 Millionen Einwohner zählende Land ist nach Russland und Saudi-Arabien der drittgrößte Ölexporteur der Welt.