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Terroranschlag auf irakisches Parlament sorgt für Empörung

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Terroranschlag auf irakisches Parlament sorgt für Empörung

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In der schwer bewachten “Grünen Zone” im Zentrum Bagdads hat ein Selbstmordattentäter gestern im Gebäude des irakischen Parlaments drei Abgeordnete und vier Parlamentsangestellte mit in den Tod gerissen. Mindestens zehn weitere Iraker wurden verletzt, als der Attentäter nach einer Sitzung der Abgeordneten in der Parlamentskantine seinen Sprengstoffgürtel zündete. Zu dem Anschlag bekannte sich nach US-Berichten das Terrornetz Al Qaida.

US-Präsident George W. Bush verurteilte das Attentat scharf. Gleichzeitig sicherte er der irakischen Regierung die Unterstützung der USA zu – nicht nur bei der politischen Aussöhnung, sondern auch in Hinsicht auf zusätzliche Sicherheitskräfte.

Die “Grüne Zone” wird von der US-Armee und der irakischen Armee abgeriegelt und schärfsten kontrolliert. “Als ich von der Explosion erfuhr”, so dieser Iraker, “glaubte ich, meinen Ohren nicht zu trauen. Das Parlament vertritt schliesslich das Volk.” Ihn treffe das nicht besonders, erklärt ein anderer. Die Parlamentarier würden nichts für die Iraker tun, sondern nur reden.

In der “Grünen Zone” hatte es bisher erst zwei Selbstmordanschläge gegeben. Unklar blieb zunächst, wie der Attentäter den Sprengstoff in das Gebäude schmuggeln konnte.