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Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Sarkozy klar vorn - Sozialisten diskutieren Mitte-Links-Allianz

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Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Sarkozy klar vorn - Sozialisten diskutieren Mitte-Links-Allianz

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Ein tapferes Lächeln in schwierigen Zeiten: Die französische Präsidentschaftskandidatin Segolene Royal rutscht eine Woche vor dem ersten Wahlgang in Umfragen immer weiter ab. Selbst ihr Lebensgefährte, Sozialistenchef Francois Hollande, erklärte nun, er sei nicht sicher, ob Royal überhaupt in die Stichwahl kommen werde. Helfen könnte da, so meinen führende Sozialisten, ein Mitte-Links-Bündnis zwischen Royal und dem Zentrumspolitiker Francois Bayrou. Nach Ex-Regierungschef Michel Rocard forderte auch Ex-Gesundheitsminister Bernard Kouchner eine solche Allianz. Während Royal skeptisch ist, steht Bayrou dem Vorschlag grundsätzlich positiv gegenüber, obwohl er auch Liberale aus dem rechten Lager für sich gewinnen will.

Nicolas Sarkozy hingegen fühlt sich schon als Sieger: Er wird laut allen Umfragen klar die Stichwahl erreichen – fraglich ist nur, gegen wen er dann antritt. Meinungsforscher sagen im ersten Durchgang 26 bis 30 Prozent für Sarkozy voraus. Im Wahlkampf versucht Sarkozy, sein Image als Hardliner abzumildern und sich volksnah zu zeigen. Dennoch will er auch die Wähler des Rechtsextremisten Jean-Marie Le Pen ansprechen. Le Pen selbst bleibt ein unberechenbarer Faktor. Vor fünf Jahren zog er überraschend in die Stichwahl ein. Beobachter bezweifeln zwar, dass er diesen Erfolg wiederholen kann, aber Le Pen wurde schon in der Vergangenheit in Umfragen immer wieder unterschätzt. Insgesamt 12 Kandidaten wetteifern um die Wählerstimmen – und wer am Ende tatsächlich in den Elysee-Palast einzieht, ist derzeit noch offen.