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Al-Sadr zieht Minister zurück

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Al-Sadr zieht Minister zurück

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Die Partei des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al-Sadr hat am Montag ihre Minister aus der irakischen Regierung zurückgezogen. Die sechs Minister reichten Ministerpräsident Nuri al-Maliki ihren Rücktritt ein. Begündet wird der Rückzug mit der Weigerung Malikis, einen Plan für den Abzug der ausländischen Truppen aufzustellen. Politische Beobachter rechnen nicht damit, daß der Rückzug dieser Minister zu einem Sturz der Regierung von al-Maliki führen.

Der Machtkampf innerhalb der Schiitien ist auch auf den Strassen im Irak sichtbar. Mehrere zehntausend Anhänger al-Sadrs hatten in der vergangenen Woche in Nadschaf für den sofortigen Abzug der 140 000 vorwiegend amerikanischen Soldaten aus dem Irak demonstriert.

Am Sonntag wurden bei Anschlägen in vorwiegend schiitischen Stadtteilen Bagdads mehr als 25 Menschen getötet und über 70 verletzt. Bei einer Razzia in Ramadi erschossen US-Soldaten versehentlich drei irakische Polizisten. Auch im Südirak steigt die Spannung, in Basra demonstrierten am Montag mehrere tausend Anhänger Al-Sadrs gegen die Provinzverwaltung.