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Proteste bei Hauptversammlung von Telecom Italia

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Proteste bei Hauptversammlung von Telecom Italia

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Begleitet von Protesten von Beschäftigten und Kleinanlegern ist in Mailand die Hauptversammlung der Telecom Italia zusammengekommen. Die Demonstration richtete sich gegen eine mögliche Übernahme des Unternehmens durch ausländische Investoren unter Führung des US-Konzerns AT&T.

Wie der populäre Schauspieler Beppe Grillo äußerten viele Teilnehmer scharfe Kritik an der Geschäftsführung. Deren Bilanz sei ein Desaster, die Firma müse nun verschleudert werden. Auf der Hauptversammlung soll ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden, der danach einen neuen Präsidenten bestimmen muss. Eine Entscheidung wird am Dienstag erwartet.

Hauptaktionär ist die Holding Olimpia, die zu vier Fünfteln vom Reifenhersteller Pirelli kontrolliert wird. Der Rest wird von der Industriellenfamilie Benetton gehalten. Pirelli verhandelt derzeit mit den Interessenten aus Übersee. Die italienische Regierung hatte signalisiert, dass sie verhindern will, dass das Unternehmen in ausländische Hände fällt. Dies ist auch die Meinung der Gewerkschaften, die ihrem Unmut vor dem Tagungsgebäude Luft machten.

Zeitungsberichten zufolge will auch die spanische Telefonica ein Übernahmeangebot machen. Telecom Italia ist der größte Telefon-Konzern Italiens und bietet im Heimatmarkt Festnetz, Mobilfunk und Breitbanddienste an.